Rückblick: Informationsveranstaltung des TPH zum 3D-Druck

Gute Rückmeldungen brachte die Informationsveranstaltung des Technologie-Park Humboldthain e.V. zum Thema 3D-Druck: "Vom Prototyping zum Industriestandard“. Am 3. November besuchten mehr als 60 Teilnehmende, in den Räumen der Sparkasse in der Berliner Brunnenstraße, die rund zweistündige Fachveranstaltung. Der Impuls für die Einladung kam aus der Marketing-AG des Vereins Technologie-Park Humboldthain, TPH.

Zwar war die Vorbereitungszeit für die Veranstaltung relativ kurzfristig aber dank des Engagements der Mitglieder der AG wurde es selbst für Laien spannend, sich auf die zum Teil futuristisch anmutende Thematik einzulassen.
Eckart Eyser, Vorstandsvorsitzender des TPH begrüßte die Anwesenden und informierte kurz über den Verein und dessen Ziele, die am Standort wirkenden Akteure, zum Beispiel durch interessante Fachveranstaltungen, stärker miteinander ins Gespräch zu bringen. Matthias Wichers, Gastgeber der Räumlichkeiten und ebenfalls Mitglied im Vorstand des TPH, war erfreut über rege Resonanz auf die Einladung und betonte das Engagement der Berliner Sparkasse regionale Initiativen, wie die des TPH zu fördern und hierfür die Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Das Thema 3D-Druck treffe offenbar auf interessiertes Fachpublikum vieler innovativer Firmen am Humboldthain.

Der erste Referent, Philip Stelzer (3yourmind GmbH), gab den Zuhörenden einen Überblick über die Anbieter, die sehr unterschiedlichen Druckverfahren und über die ebenfalls sehr unterschiedlichen Materialien, die im industriellen 3D-Druck derzeit im Einsatz sind.

Im Anschluss nutzte Prof. Dr. Ing. René Brunotte in unterhaltsamer Weise die bekannte SWOT Analyse für seinen Vortrag, um auf Stärken, Schwächen, Chancen und auch Risiken dieser rasant wachsenden Drucktechniken einzugehen.

Ebenso kurzweilig wie René Brunotte referierte Sascha Reinkober vom Fraunhofer IPK über die zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten und Herausforderungen des 3D-Drucks. Ganz praktisch konnten sich die Zuhörenden anhand herumgereichter kleiner Metallbauteile vergewissern, wie die Bauteile nach der Fertigung beschaffen sein können.

Natürlich werfen neue Techniken neue Fragen auf, insbesondere die der Zertifizierbarkeiten. Auf das Thema Normen und Standards im 3D-Druck gab Volker Seibicke, soweit möglich, Antworten. Er beschrieb die Prozesse der Normungsverfahren und die Strukturen, in denen sich die sogenannten additiven Fertigungsverfahren, wie der 3D-Druck hier benannt wird, in der Normung befinden. Es wurde deutlich, dass die Verfahren international auf der Tagesordnung der Institute stehen und viele Antworten noch ausstehen. Unabhängig hiervon findet diese Produktionsweise auf breiter Ebene bereits statt. Sie wird sich bewähren müssen.

Zum Abschluss der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmenden im Lichthof vor dem Tagungsraum an den Ständen der Firma 3D-Printshop und der Firma ReproCourier über Produktbeispiele informieren und konkrete Fragen stellen. Die Berliner Sparkasse verwöhnte die Gäste mit einem leckeren Buffetangebot.

Die Rückmeldungen aus dem Fachpublikum waren anerkennend und ermutigend. Im Vorstand des Vereins TPH Humboldthain ist man sich einig: Auch 2017 soll es mindestens eine Fachveranstaltung geben, die das Netzwerk der Mitglieder im Verein fördert und darüber hinaus interessiertes Publikum anspricht.

Herzliche Grüße

Petra Engel